
"Trommelofen" um 1830
Vermutlich De Dietrich/Niederbronn
In vier Teilen im Lehmgussverfahren hergestellter "Hinterlader".
Auf kelchförmigem Fußsockel zweiteilig gegossener "Brennraum" mit trommelförmigem, ringwulstgefassten Überbau und schüsselartig ausgeformtem Abschluss. Frontseitig auffallend flach profiliertes Blüten- und Blattdekor. Abnehmbare Deckelhaube mit plastischen Frauenköpfen im Stil der französischen Renaissance und handgeschmiedeten Henkelgriffen.
Der ursprünglich vermutlich von der Esse oder Küche aus zu befeuernde Ofen hat tatsächlich keinen Rohrstutzen und wurde als reiner "Beileger" mit Glut, heißer Asche oder Kluten "bei Wärme gehalten". Mit dieser Restwärme konnten durchaus Nebenräume temperiert bzw. Speisen warmgehalten oder Trocknungsvorgänge (Dörrobst) beschleunigt werden.