Sammlung

"Geschweifter Steinkohlenkochofen" um 1865
Rheinböllerhütte/Rheinböllen

Im neogotischen Stil gehaltener, früher Steinkohlendauerbrandofen in aufstrebender Modulbauweise und polygonal geschweifter Grundform. Einteilig gegossener Aschenkastensockel mit offen gearbeiteten Sockelteilen, einschiebbarem Aschenkasten und leicht zurückspringendem, spitzbogenverziertem Übergangsrahmen. Zwischen Sockel und Abschlussrahmen drei hohe, ebenfalls jeweils einteilig gegossene Mittelteile mit frontseitigen Bedienelementen. Brennkammer mit steinkohletauglichem Rostsystem, primärluftführendem, zweiflügeligem Zuluftschieber und großer, korpusangepasster Fülltüre. In identischer Bauweise übereinandergesetzte Koch- bzw. Wamhaltekammer samt angeformten Zugverlängerern mit Blütenblattdekor und in gotischem Maßwerk gestalteten, mit Schnabelverschluss versehenen Flügeltüren. Schwerer, als Flachdach gearbeiteter, ebenfalls spitzbogenverzierter Abschlussrahmen mit achtteiliger, in Birnstabrippenform ausgeführter Zierkrone. Der mit gusseisernem Futter und Rauchgassammlern ausgestattete Ofen ist ein früher Versuch, dem Dauerbrandbrennstoff Kohle gerecht zu werden. Von diesem gesichert zumindest im Zeitraum 1864 - 1894 produzierten Modell gab es laut 3. Musterbuch der Rheinböllerhütte von 1864 auch eine vergleichbare Holzofenvariante. Vergleiche Ofen 104..

Höhe: 172 cm
Breite: 56 cm
Tiefe: 41 cm
Gewicht: 155 kg
Brennstoff: H, T, LK
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